Meldeamt

Widerspruch gegen Datenweitergabe

Musterbrief für Meldeamt

Ist Ihnen bekannt, dass Sie laut deutschem Meldegesetz bei Ihrem Meldeamt (auch Melderegister genannt) Widerspruch gegen die Weitergabe Ihrer personenbezogenen Daten einlegen können? Ja? Und warum nutzen Sie diese Möglichkeit dann nicht? Oder gehören Sie doch zu den nur ca. 2% der Mitbürger, die Ihrem Meldeamt diese Weitergabe untersagt haben? Mehr sind es laut einer Umfrage der Nachrichtenagentur dpa in Niedersachsen und Bremen leider nicht, vielleicht aus Unwissenheit oder vielleicht weil dieser Vorgang lästig ist. Wir wollen es Ihnen hier leichter machen, damit Sie dieses Thema schnell wieder vom Tisch haben.

Privatpersonen, Adressbuchverlage, Inkassounternehmen, Regionsgemeinschaften, Parteien sowie Behörden können gegen 6-10 EUR (je nach Bundesland) einfache (Vor- und Zuname, Anschrift und Doktorgrad) oder ausführliche Auskunftsanträge (Geburtsdatum, Staatsangehörigkeit oder Familienstand)  bei den Meldeämtern stellen. Der Weitergabe an Behörden können Sie zwar nicht widersprechen, jedoch ist zu überlegen, ob Sie Adressbuchverlage, Religionsgemeinschaften und Parteien Ihre persönlichen Daten überlassen möchten. Wenn Sie dazu ein deutliches NEIN sagen, dann nutzen Sie für einen schriftlichen Widerspruch an Ihr Einwohnermeldeamt den Musterbrief (download) des Bundesverbands der Verbraucherzentralen und geben Sie den Werbern keine Chance zur Verwendung Ihrer persönlichen Daten. Sie können übrigens Ihre Daten auch nur gegen einzelne Gruppen wie Adressbuchverlage sperren lassen, und andere, wie Privatanfragen, offen lassen, wenn Sie z.B. von Ihren früheren Schulkameraden noch gefunden werden wollen.

Bitte schützen Sie Ihre Daten und damit auch Ihr Privatleben.

 

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